02Jan,15

Baymax – Riesiges Robowabohu (Big Hero 6)

Wer denkt sich eigentlich immer diese mordsmäßig schlechten deutschen Titel aus? Nicht nur, dass sich die originalen Macher des Films etwas dabei dachten, dass nun durch die biederen und fantasielosen deutschen Werbefachkräfte regelrecht zermatscht werden, es zeigt auch das sich diese Leute NULL mit dem Film auseinander gesetzt haben und ihn bestimmt noch nicht einmal gesehen haben. Und wenn ich schon mal dabei bin: schon wieder hat eine deutsche Synchronstimme eine ausländische Produktion gekillt.

Danke Herr Pastewka, Ihr verzweifelter Versuch, dem deutschen Film durch schlecht synchronisierte, ausländische Produktionen eine Chance zu geben, bleibt nicht unbemerkt. Die freundliche Klangfarbe von Scott Adsit wird durch Sie noch nicht einmal annähernd wiedergegeben.

Trotz meiner schlechten Vorrede kann man sich diesen Film sorglos mit der Familie ansehen. Obwohl verschiedene Ideen aus anderen Filmen wie “Iron Man” gestohlen wurden (wie Baymax fliegt, erinnert stark an “Iron Man”) hat der Film humorvolle wie auch tieftraurige Momente, ganz typisch für eine Walt Disney Produktion. Der Film setzt sich mit der Verarbeitung des Todes von Angehörigen auseinander und versucht

sich nach Disney-Art dem Thema ernsthaft und kindgerecht anzunehmen. Was ihm hier und da durchaus gelingt.

Was mir persönlich aufgefallen ist: Disney orientiert sich immer mehr nach Asien, um hier eine große Rolle im Milliardenmarkt zu spielen oder ist es ein Zufall, dass die Hauptfigur eindeutig Asiate ist?

Mich persönlich würde es ja freuen, wenn nicht mehr nur die Orte, in denen sich die Handlung abspielt, international ist, sondern auch die Hauptfiguren.

Der Film ist, wie könnte man es anders bei Disney erwarten, technisch einwandfrei animiert. Mit genügend Popcorn haben auch Erwachsene ihren Spaß, Kinder sowieso.

 
Produktionsland: USA
Eine Walt Disney Produktion
Erscheinungsdatum: 2014 USA/ Jan 2015 BRD
Regie: Don Hall, Chris Williams
Drehbuch: Robert L. Baird, Dan Gerson,  Jordan Roberts
Produktion: Roy Conli
Musik: Henry Jackman
Schnitt: Tim Mertens
102 min Länge

 

 

 

Daniel Anderson
Daniel Anderson

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