06Jan,15

Woods of Birnam – “Woods of Birnam” (Royal Tree Records)

Woods of Birnam gibt es seit 2011. November letzten Jahres kam ihr selbstbetiteltes Debutalbum heraus. Nun könnte die Band, die sich aus Schauspieler Christian Friedel und ehemaligen Mitgliedern von Polarkreis 18 zusammensetzt, zu einiger Bekanntheit gelangen, hat es doch ihr Song „I’ll call thee Hamlet“ auf den Soundtrack zum neuesten Fam.-Schweiger-Vehikel geschafft.

Dafür, dass der Text von Shakespeare stammt, kommt der Song extrem eingängig daher. Spätestens beim zweiten Refrain muss man einfach mitgrölen. Es ist nicht der einzige Song auf dem Debütalbum der Band, bei dem der Text vom großen Barden stammt. Abgedreht oder verkopft klingt das Ganze aber nicht, auch wenn sie mit ihren Shakespeare-Interpretationen in einer Hamlet-Inszenierung des Staatsschauspiels Dresden aufgetreten sind. Im Gegenteil, Woods of Birnam schreiben einfach wunderschöne und mitreißende Popmelodien. Oft ein wenig melancholisch, nicht selten bombastisch, aber zwischendurch auch mal leise oder verträumt. Ein potentieller Dancefloorhit – ganz schlicht und treffend „Dance“ genannt – befindet sich auch zwischen den sonst eher emotionalen Songs. Stilistisch lässt sich das Ganze irgendwo bei OneRepublic, Keane u. Ä. verorten. Indienrock mit Mainstreamappeal und Stadionpotential (sollten sie jemals so groß werden.)

Insgesamt ein gelungenes Album mit einigen Ohrwürmern und genug interessanten Ideen, um mehrmaligen Hörgenuss zu gewährleisten. Für Zuhause und die Indiedisco.

 

 

 

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